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KI jenseits von Tutorials: Eine Einordnung

Etwas verändert sich gerade daran, wie kreative Fachleute arbeiten. Die Werkzeuge sind andere. Die Entscheidungen, die man trifft, bevor man überhaupt anfängt. Die sind auch andere.

Ich möchte herauszufinden, was die Veränderung eigentlich bedeutet. Für Gestaltungsarbeit, für strategische Arbeit, für jede Arbeit, bei der die eigene Perspektive der eigentliche Wert ist.

Ich möchte das spielerisch angehen — Learning by Doing. Ich werde KI verwenden und habe eine Vorstellung, wie ich diese Seite gestalten möchte. Gleichzeitig bin ich sicher, dass ich im Laufe des Lernens ganz andere Wege einschlagen werde.

Eine andere Frage stellen

Der Diskurs rund um KI ist im Moment so überfüllt, dass es schwer fällt, überhaupt noch zuzuhören. Jede Woche erscheint ein neues Modell. Jede Woche erklärt jemand, dass sich alles verändert hat oder es gibt einen neuen Kurs, einen neuen “Hot Take”, eine neue Angst.

Ich habe selbst lange in diesem Rauschen gesessen und versucht, den Überblick zu behalten. Irgendwann habe ich aufgehört, das Tempo mitzumachen, und angefangen, anders zu fragen.

Nicht: Wie funktioniert das Tool?

Sondern: Wann spielt es eine Rolle? Wie kann man es so effizient und nachhaltig nutzen, wie möglich? Und was geht verloren, wenn ich es benutze?

Ich schreibe für Gestalter:innen und Strateg:innen

Ich komme aus Gestaltung, Produktentwicklung, kreativer Praxis. Ich bin kein Entwickler und habe auch nie gelernt, wie man programmiert. Ein paar Basics habe ich mir selber beigebracht. Und ich schreibe für Leute, die ähnlich unterwegs sind: Produktmanager:innen, Autor:innen, Strateg:innen, Lehrer:innen, Berater:innen. Menschen, die nah an Technologie arbeiten, aber nicht in ihr stecken. Und Menschen, die in ihrem Beruf plötzlich mit Technologie umgehen müssen, ohne dass das je ihre eigentliche Arbeit war.

Was ich im Bereich KI für Kreativberufe suche: eine Einschätzung, ob das, was ich da gerade tue, Sinn ergibt. Ob es meiner Arbeit hilft oder nur aussieht, als würde es helfen.

Das ist der Unterschied zwischen Tutorial und Einordnung. Klar, es macht unheimlich Spaß, wenn man Prompts optimiert, ein Team von Agenten und Subagenten erstellt, die systematisch einem die Arbeit abnehmen, eine eigene App oder auch einfach eine Website erstellt, wie man sich das vorgestellt hat. Ich interessiere mich aber auch für Einordnung.

Experimente, keine Ergebnisse

Was ich hier teile, sind laufende Experimente. Bestenfalls auch Erfolgsgeschichten. Und ich möchte aufzeigen, was möglich ist (mit meinen Fähigkeiten) und was theoretisch jeder in der Lage ist zu tun. Man muss nur erklären können. Am besten so genau, wie möglich.

Ich probiere Sachen aus, schreibe auf, was passiert, und teile das. Manchmal läuft es nicht wie erwartet. Manchmal überrascht mich etwas. Manchmal lande ich mit mehr Fragen als vorher.

Ich bin im Internet groß geworden in einer Zeit, in der wir Dinge ausprobiert haben, einfach weil sie da waren. Als man Sachen ausprobiert hat, weil sie interessant waren, weil man neugierig und Zeuge einer neuen Technologie war. Diese Haltung versuche ich hierher mitzunehmen.

Was du hier findest

Konkrete Einblicke in Projekte, an denen ich arbeite. Reflexion über die praktische Anwendung von KI in Kreativberufen — was sich wirklich verändert und was nicht. Fragen, die ich noch nicht beantworten kann. Gelegentliche Beobachtungen über die größere Erzählung da draußen.

Ich teile meine Vorgehensweisen bei jeglichen Projekten, die ich angegangen bin und noch angehen werde. Ich bin fasziniert von dem, was man in wenigen Stunden erstellen kann. Von ganzen Webseiten zu eigenen Apps zu Automatisierungen und Subagenten, die für dich arbeiten. Ich möchte am liebsten alles hier teilen und zur Verfügung stellen, damit auch du deinen kreativen Ideen freien Lauf lassen kannst.

Die einzige Frage, die ich dir mitgeben möchte

Was meinst du eigentlich, wenn du sagst, dass ein KI-Tool deine Arbeit verbessert? Verbessert es das Ergebnis? Die Geschwindigkeit? Dein Gefühl dabei?

Ich frage das nicht rhetorisch. Ich frage, weil ich selbst noch keine konsistente Antwort habe. Was ist deine?

Das ist mein Ausgangspunkt.